DIE ZUKUNFT DES ARBEITENS

Wo geht die Reise hin?

Mein lachendes und mein weinendes Auge. Ich wuchs in einem Elternhaus auf, in dem Disziplin und Leistung großgeschrieben wurden. Nahezu meine gesamte berufliche Karriere widmete ich dem Wettbewerb. Mein Motto bestand (oder vielleicht besteht es auch noch so) darin höher, schneller, weiter und besser zu sein.

Das waren meine persönlichen Triebfedern. Sie haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. In meinem „Leistungsalter“, als ich zwischen 30 und 40 Jahren jung war, arbeitete ich häufig und gerne mehr als 60 bis 70 Stunden pro Woche – und das über Jahre hinweg. Alles dies geschah mit einem Selbstverständnis, dass es „völlig normal“ war und mir darüber hinaus auch Spaß bereitete. Außerdem war es gut für meine „Karriere“ und für die eigene Weiterentwicklung. Ich schaffte es, durch meine Leistungen mehrfach zu profitieren und natürlich lohnte es sich auch für den eigenen, privaten Geldbeutel.

Bei allen Erfolgen hatte dieser Einsatz auch seinen Preis. Dieser ist definitiv in sozialer, gesundheitlicher und auch familiärer Hinsicht bezahlt worden – was aber macht man nicht alles für die eigene Werterfüllung.

Und dann kam Corona.

Plötzlich und überraschend erfahren und lernen wir, dass diese Form des Arbeitens mit Überstunden und in Konkurrenzkämpfen kein Modell mehr für die Zukunft ist – einerseits erleben wir das und andererseits prognostiziert es auch das Zukunftsinstitut mit seinen Megatrends „New Work“. Genauso, wie vom Institut prognostiziert, erlebe auch ich immer wieder die verschiedenen Teilnehmer*innen bei mir als Coach und Trainer: Junge Menschen, die frisch im Arbeitsmarkt sind und ganz deutlich zeigen, dass diese klassischen Leitplanken des Industriezeitalters marode geworden sind. Sie sind wackelig und brüchig und werden von dem aufstrebenden Nachwuchs so gar nicht mehr als Leitplanken gesehen. Ganz im Gegenteil: sie erscheinen eher als ein Relikt aus grauen Vorzeiten, welches der Nachwuchs sich betrachtet und kopfschüttelnd vorbeigeht.

Zu dicht sind dank der globalen Vernetzung mittlerweile die Grenzen zwischen Beruf und Alltag. Die Frage nach einer Work-Life-Balance besteht in der Form schon fast nicht mehr. Dies war eher der Aufschrei nach Hilfe einer Generation, die eben in den klassischen Strukturen keinen Halt und keinen Ausweg fand. Die ehemals klassische Karriere weicht zunehmend einem Verständnis, dass das eigene berufliche Handeln im Einklang mit sämtlichen Tätigkeiten in unterschiedlichen Lebensphasen. stehen sollte.

Künstliche Intelligenz lebt auf

Infolgedessen werden monotone, duplizierbare Prozesse mehr und mehr wegfallen. Maschinen übernehmen Tätigkeiten, die heute noch von Menschen verrichtet werden. Der Mensch rückt immer weiter in den Vordergrund, um sich mit den Zukunfts-Problemen der Gesellschaft auseinanderzusetzen, während zeitgleich die Digitalisierung rasant beschleunigt wird. Ehemalige Status-Symbole verlieren ganz sicher an Bedeutung, während Empathie, Kreativität und Kollaboration wichtige Grundpfeiler des menschlichen Miteinanders werden.

Ein bereits vor über 10 Jahren veröffentlichter Artikel im Harvard Business Manager nannte das Thema „Sinnhaftigkeit“ als einen der Hauptmotivatoren für beruflich tätige Menschen. Genau dieser Punkt wird eine wesentliche Rolle im beruflichen Leben der Menschen einnehmen. Das tägliche Tun muss ein Ziel verfolgen und einen Sinn ergeben. Die Gestaltung der gesellschaftlichen Zukunft und das Lösen von Problemen erscheint folglich als ein wertvoller Ansatz.

Die Arbeitgeber der Zukunft sollten gut darauf achten, dass ihre Teams die Möglichkeiten erhalten, die eigenen Potenziale und Neigungen zu entfalten. Die klassische Vollzeitwoche hat laut Annahmen des Zukunftsinstitutes ausgedient. Es bleibt also weniger Zeit, um die beruflichen Ziele zu erreichen, wobei die genutzte Zeit nicht mehr festgelegten Mustern unterliegt. Die Erfüllung des Jobs an sich steht im Vordergrund. Der Ansatz, sich die Arbeit anhand eines flexiblen Zeitkontingentes einzuteilen ist sicherlich hilfreich, um Fluktuation und krankheitsbedingte Fehlzeiten zu reduzieren.

Die entscheidende Frage ist: Wie weit sind unsere in Deutschland ansässigen Unternehmen bereits, diese Form des Arbeitens anzubieten? Wir von Qausal sind in jedem Fall dabei, genau diese Punkte zeitnah umzusetzen, sodass wir schon sehr bald genau ein ebensolches Modell vielen Menschen anbieten können. Mit ihnen möchten und werden wir dann gemeinsam in eine neue Form des beruflichen Alltags durchstarten.

Sie möchten sich auch informieren, wie man Ihr Unternehmen im Bereich Personalentwicklung attraktiv gestalten kann?

Dann vereinbaren Sie am besten gleich einen Termin mit uns und lassen Sie uns gemeinsam Lösungen finden.

Herzlich: Ihr Dirk Rögner-Bäcker

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